Drei herausragende Produktionen für „junge und jung gebliebene Ohren“ durften sich am Donnerstagabend, den 26. November 2015 in der Villa Elisabeth in Berlin über die Auszeichnung mit dem 10. JUNGE OHREN PREIS freuen. 90 Musikprojekte und Produktionen für junge Menschen und neues Publikum aus dem gesamten deutschsprachigen Raum hatten sich für die Jubiläumsausgabe des renommierten Musikvermittlungspreises beworben. Jede der drei Kategorien war mit 5.000 Euro dotiert.

Preisträger und Nominierte JUNGE OHREN PREIS 2015 (Foto: Oliver Röckle)
Preisträger und Nominierte JUNGE OHREN PREIS 2015 (Foto: Oliver Röckle)

In der Kategorie „Best Practice: Konzert“ wurde das Ensemble Die Schurken aus Vorarlberg für die Produktion Unterwegs nach Umbidu ausgezeichnet. Die Koproduktion mit der Kölner Philharmonie, der Philharmonie Luxemburg, dem Lucerne Festival, den Bregenzer Festspielen und der Jeunesse Österreich präsentiert ein Format auf der Grenze zwischen Musiktheater und Konzert. Im Verzicht auf dramaturgische Überbietungseffekte kreieren die vier Musiker magische Momente voller Spielfreude, die Raum schaffen für die Berührung durch Musik.

"unterwegs nach umbidu"  - die schurken
„Unterwegs nach Umbidu“ – Die Schurken (Bild: Anja Köhler)

Die Kategorie „Best Practice: Partizipatives Konzert“ entschied MEHR MUSIK! Augsburg mit dem Projekt RADIO VIELFALT für sich. Das interkulturelle Liederbuchprojekt in Kooperation mit der Stiftung Zuhören und dem Bayerischen Rundfunk bindet Grundschulkinder in eine musikalische Spurensuche ein und befördert die Entwicklung und aktive Pflege eines zeitgemäßen Liederschatzes im Zusammenspiel von Schule, Medien, Familie und Freundeskreis.

Radio Vielfalt_Moderationsaufnahme im Studio des BR München
RADIO VIELFALT – MEHR MUSIK! Augsburg (Bild: Ute Legner)

Mit der Idee zur Entwicklung des Klangobjekts Plingpolyplü Fantastiko überzeugte das Büro für Konzertpädagogik aus Köln in der Konzeptkategorie und Ideenpreis „LabOhr“. Geplant ist der Bau einer ausklappbaren Holzkiste, die in unterschiedlichen Graden der Entfaltung zum experimentell-schöpferischen Gestalten mit akustischen und elektronischen Klangerzeugern einlädt. In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe wird die bespielbare Skulptur entwickelt, die im Rahmen von Workshops und interaktiven Konzert-Performances an unterschiedlichen Orten zum Einsatz kommen kann.

Illustration_Oscar HR
Plingpolyplü Fantastiko – Büro für Konzertpädagogik e.V. (llustration: Oscar HR)