Direkt im Anschluss, am Freitag, den 3. Februar 2017 findet das Fachforum „Best of junge Ohren. Ein offenes Fachforum für Musikvermittler/innen“ in Kooperation mit der Kölner Philharmonie statt, zu dem wir Sie ebenfalls herzlich einladen.

Gerne können Sie sich auch hier ebenfalls über das Online-Formular anmelden.

Zu den einzelnen Panels:

Impulsdebatte Immer nur Peter und der Wolf? AUSRICHTUNG DER VERMITTLUNGS- UND PROGRAMMPLANUNG

„Karneval der Tiere“, „Peter und der Wolf“ oder „Hänsel und Gretel“ sind oft und gern gespielte Klassiker, die beim Publikum gut ankommen und das Haus füllen. Doch wie gestaltet sich das restliche Jahresprogramm? Oftmals ist dieses Programm eng verbunden mit dem Image einer Institution, deren gesellschaftspolitischem Anspruch und der medialen Vermittlung. Da stellt sich die Frage, wie Repertoiregrenzen ausgetestet und den verschiedenen Zielgruppen ganz neue Hörerfahrungen ermöglicht werden können. Wie vermittle ich neue musikalische Ideen und Programme nach außen und wer unterstützt mich dabei in meinem Haus? Wie kuratiere ich für meine eigenen Ideen der Vermittlung das musikalische Material und erarbeite mir auch einen eigenen dramaturgischen Ansatz? Dies erfordert oft ein neues Nachdenken sowohl über die eigene Arbeit als auch über die Ausrichtung der eigenen Institution, die aber nicht selten auch für alle Beteiligten ganz neue und bereichernde Möglichkeiten nach innen wie außen eröffnen kann.

Diese Fragen, Chancen und Ideen werden in der Impulsdebatte zum Beginn des Fachforums angesprochen und diskutiert.

Mit Beiträgen von Louwrens Langevoort, Theresa De Luca und Adriane von Carlowitz von der Kölner Philharmonie und Catharina Starken vom Gürzenich-Orchester.

Wir freuen uns über eine rege Diskussionsbeteiligung des Publikums.

Ort: Filmforum im Museum Ludwig

Workshop-Panel 1 Das ABC der Basisarbeit MUT ZUM UNSPEKTAKULÄREN?

Die alltägliche Arbeit ist zentral für gelingende Musikvermittlung. Vor allem ist sie nicht weniger wichtig als die großen „Highlights“ im Jahresprogramm und hat einen unverzichtbaren Anteil an der Identifikation des Publikums mit „seinem“ Orchester und „seinen“ Musiker/innen. Diese Identifikation ist es im Übrigen auch, die Kommunalpolitiker/innen und Stiftungen von der Wichtigkeit einer Einrichtung überzeugt. Wir fragen in den Workshops: Wie kann auch im alltäglichen Programm die Fantasie blühen – auch in Formaten, wie dem Probenbesuch für mehrere Schulklassen, dem Konzert für Schüler/innen oder dem moderierten Konzert für die ganze Familie? Wie gelingt eine gute, grundständige Basisarbeit und was macht sie aus, wie definiert sie sich? Welche Rahmenbedingungen müssen „stimmen“, damit ich gute Programme etablieren kann? Wie gehe ich damit um, dass das Konzerthaus oft der erste Ort ist, an dem Menschen überhaupt mit klassischer Musik in Berührung kommen? Wie muss ich mein Programm aufbauen, um mein Publikum zu gewinnen, mitzunehmen und zu begeistern – mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen? Wie kann ich in kleinen, geduldigen Schritten Kontinuitäten aufbauen und Menschen für Musik begeistern? Wie baue ich Beziehungen in die Stadt, mein unmittelbares Umfeld und in meine Region auf?

Mit Impulsen von Ekkehard Vogler, Jugend-Musik-Netzwerk CLARA, MDR: „DIY-probier es einfach“ und Peter Fröhlich, Theater Trier: „Junge Musik in Trier und Umgebung“

Ort: Großes Foyer der Kölner Philharmonie

Workshop-Panel 2: Leuchtturm-Projekte KONZEPTION UND UMSETZUNG – CHANCEN NEUER WEGE

Große Gemeinschaftsproduktionen haben die Szene geprägt und erschaffen bis heute eine große mediale Aufmerksamkeit. Doch dafür muss der inhaltliche Grundstock stimmen, alle Gewerke eines Hauses müssen gut zusammenarbeiten und jedes Projekt möchte eine möglichst hohe Reichweite erzielen. Wie garantiere ich als verantwortliche Musikvermittler/in die künstlerische und vermittlerische Qualität in einem Großprojekt oder einer großen Institution, die hunderte Veranstaltungen pro Jahr umsetzt? Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, um Kolleg/innen, Stiftungen und die Hausspitze mitreißen zu können? Wie erschaffe ich eine Struktur, die auch über Jahre hinweg attraktiv bleibt und in der Wiederholung des „Piloten“ diesen inhaltlich weiterentwickelt?

Mit Impulsen von Andrea Schmolke zum Musikvermittlungsprogramm der Elbphilharmonie Hamburg, Johannes Mnich mit dem Titel „Classic Scouts Heidelberger Frühling- Musikvermittlung für Jugendliche aus Festival-Sicht“ und Anne Dräger vom Staatsorchester Rheinische Philharmonie zum Thema „Patenschaft mal anders“ zu einer neuen Form der Patenschaften zwischen Orchestern und Schulen.

Wir freuen uns über rege Teilnahme und Diskussionen des Publikums.

Ort: Filmforum im Museum Ludwig

„Workshop-Panel 3 Gelingtipps Akquise & Qualitätskriterien FÖRDERENTSCHEIDUNGEN LEICHT GEMACHT

Was unterscheidet einen guten von einem weniger guten, einen erfolgreichen von einem weniger erfolgreichen Förderantrag? Welche Regeln kann ich befolgen, um mich schon durch die Beachtung simpler Formalien nach vorne zu bringen? Kurz gefragt: Wie sieht ein guter Förderantrag aus? Wie bekomme ich heraus, welches Förderprogramm bestmöglich zu meinem Projekt passt – wie kann ich eine Projektidee so modifizieren, dass sie zu den Anforderungen eines Förderprogramms entspricht? Wie kann ich potenzielle Geldgeber/innen von meinem Projekt und meinem Haus überzeugen, die Beziehungen pflegen und sie vielleicht sogar langfristig an meine Institution binden? Diese  Fragestellungen wollen wir in diesem Workshop diskutieren und Tipps an die Hand geben.

Mit Impulsen von Amrei Aßent, Waldschule Leverkusen und Matthias Rietschel vom Übehaus Kray.

Wir freuen uns auf regen Austausch mit dem Publikum.

Ort: Rheingarten-Foyer der Kölner Philharmonie

Abschlussdebatte Professionalisierung im Alltagsgeschäft WEITERBILDUNGEN, BEDARFE UND TRENDS

Die Musikvermittlung ist zunehmend wichtiger für die Orchester, beschränkt sich aber längst nicht
mehr darauf, junge Menschen in die Konzerthäuser zu locken. Auch gewinnen Initiativen und Projekte im Bereich der Musikvermittlung im deutschen Musikleben immer mehr an Bedeutung. Doch was genau muss ein/e Musikvermittler/in können? Wo liegen die Trends, wo die Herausforderungen? Wie kann ich mich auch berufsbegleitend weiterbilden, um auf dem neusten Stand zu bleiben und neue Ideen zu bekommen? Wie kann ich Ideen der Vermittlung in mein Orchester oder Ensemble tragen, wie die Musiker/innen mitreißen? Wie gelingt es mir, meine Projekte in meine Stadt zu tragen und dort Unterstützung zu erhalten? Mit wem kann ich mich austauschen, an wen mich wenden? Dies sind einige der Stichworte, die bei unserer Abschlussdebatte diskutiert werden.

Wir freuen uns auch hier über eine rege Beteiligung des Publikums.

Ort: Großes Foyer der Kölner Philharmonie